Gauni2002's Blog

Mai 18, 2010

„oh happy day“

Filed under: Uncategorized — gauni2002 @ 8:33 am

Das Paradies auf Erden

…gibt’s nur im Freudenhaus

Schon der Name sagt es aus, ein Haus der Freude. Von vielen verpönt, von anderen geliebt. Und ich frage mich immer und immer wieder, was so schlecht daran ist. Dieses Haus birgt nur Vorteile, Vorteile, welches auch ein noch so gemütliches Heim mit Frau und Kindern niemals bieten kann. Man sollte es als einen Dienstleistungsbetrieb betrachten, wo es sowohl um das körperliche als auch um das seelische Wohl des einzelnen Kunden geht. Andere gehen halt öfters zu Friseur, Maniküre oder Pediküre, um sich danach wieder wohl und begehrenswert zu finden. Vor allem die39316261Abwechslung, das tut meinem inneren EGO gut. Eine große Auswahl, man hat eben die Qual der Wahl, während es zu Hause viel zu monoton ausschaut, da hat man eben nur dieses eine Exemplar. Wisst ihr denn, wie langweilig es ist, immer mit ein und der selben Frau ins Bett zu gehen, seid erstmal so lange verheiratet, dann wisst ihr es. Außerdem will man auch mal wieder mal was junges knackiges in den Händen haben, oder wer beißt schon gerne in einen runzligen Apfel rein. Vielleicht besser gesagt, ein knuspriges Hühnchen verspeist man doch lieber als ein altes39316260 zähes Suppenhuhn. Das wäre das selbe, als wenn man jeden Tag nur Leberwurst auf dem Brot hat. Sex mit der eigenen Frau; eine Art „Hausmannskost“. Aber soll mir jemand sagen, dass er nur auf Hausmannskost steht. Man will doch auch mal etwas Besonderes. Und wenn man mal ins Freudenhaus gehen tut; vergleichsweise auch nichts anderes als in einem Spezialitätenrestaurant zu speisen, mal was anderes zu probieren. Das Leben ist doch viel zu kurz, um stumpfsinnig dahin zu vegetieren. Ich pfeif auf die Prüderie der anderen.

Schon wenn man eintritt, dann kommt schon von den Mädels ein kräftiges „Hallo“ mir entgegen, man wird umarmt, bekommt einen Kuss. Da denke ich eher mit Schrecken an zu Hause, wenn ich heimkomme, dann heißt es Müll runterbringen, nochmals zum Supermarkt rennen, weil sie wieder mal was vergessen hat…und, und, und. Dort wird man gleich entweder in die Sauna oder den Whirlpool gebracht, man kann sich auch selber aussuchen mit wem man dieses Vergnügen teilt. Gleichzeitig, wenn man in der Wanne sitzt, dann bekommt man auch etwas zu trinken gebracht, auch einen Happen zu Essen. Zärtlich einseifen, waschen und abtrocknen ist Standard. Verwöhnprogramm pur. Und dann noch die darauf folgende Ganzkörpermassage, wo man von Heidi und Babsy richtig entspannend mit zärtlicher Hand durchgeknetet wird. Stellt Euch mal das zu Hause vor, wenn ich meine Frau darauf ansprechen würde; Ohjeh, das Theater! Schon alleine der Gedanke daran, sie überhaupt um so etwas zu bitten, würde bei mir Alpträume höchsten Grades erzeugen! Dann geht’s ins Séparée, wo man sich gemütlich zusammensetzt, etwas trinkt, schmust und redet. Und wenn man noch zusätzlich mit der einen oder anderen etwas flirtet, dann bekomme ich nicht mal einen bösen Blick. Bei meiner Frau hätte ich da bestimmt schon den Teppichklopfer abbekommen. Auch die Unterhaltung ist sehr nett, amüsant und locker, man kann eben über alles reden. Reden; das kann ich schon seit ewiger Zeit nicht mehr mit meiner Frau. Und wenn, dann muss ich ihr beistehen, wenn sie über die Nachbarn scheltet, anhören, wenn sie über ihre Bandscheibe jammert, dann eben noch die üblichen hausbackenen Diskussionen über das Geld und die Kinder. Aber in Wirklichkeit hat man sich nach mehreren Ehejahren nichts mehr zu sagen, man tut eben seine Pflicht – und mehr nicht. Auch einem kleinem Tänzchen sollte man nicht abgeneigt sein.23

Nach dem Séparée geht’s dann aufs Zimmer, um Intimitäten auszutauschen, der absolute Höhepunkt des Besuches. Immerhin hatte sich in den letzten Stunden bei mir ein enormer Druck aufgebaut, den ich unbedingt loswerden muss. Gerade da kann man sich total ungestört dem Liebesleben widmen, keine Kinder, die unverhofft kommen, kein Telefon das klingelt, und, und, und. Auch kann man endlich einer Frau mal mit den Fingern durch die Haare fahren, ohne das Gekratze der Lockenwickler zu spüren, ohne Geruch der frisch abgewischten Gurkenmaske zu spüren… . Es ist wie das Paradies auf Erden. Natürlich muss man da auch bezahlen, und das nicht zu wenig. Aber der „kleine“ Unterschied ist, dass wenn ich meiner Frau das Haushaltsgeld in die Hand drücke, ich trotzdem ihr Gezeter ertragen muss, während ich hier bei der Geldübergabe noch mit Küsschen und Umarmungen belohnt werde. Dafür gebe ich mein Geld gerne aus, und dass Qualität seinen Preis hat, das weiß doch Jeder.

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http://www.uwe-ostertag.de

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